Wie der Kaffee seinen Machtbereich expandierte
Trotz der Bemühungen jemenitischen Plantagenbesitzer, den Kaffeeanbau für sich zu behalten, gelang es anderen Nationen, die Kaffeepflanze in die weite Welt zu exportieren. Auch wenn die Araber ihre Bohnen vor dem Export keimunfähig machten, dauerte es
nicht lange, bis die Europäer unpräparierter Kaffeepflanzen bemächtigten. So machten es die Holländer. Sie verschifften das Kaffeegewächs bis nach Indien und Mittel-und Südamerika, wo sie bereits zu Anfang des 17. Jahrhunderts ihre Kolonien errichtet haben. Seit 1648 wurde in Ceylon, auf Java und auf Bali systematisch Kaffeeanbau betrieben. 1718 wurden Kaffeesamen nach Südamerika, ins holländische Surinam verschifft. Nicht nur die Holländer, auch die Engländer und Franzosen sorgen für die Verbreitung des Kaffees auf dem südamerikanischen Kontinent. 1726 gelangen die Bohnen nach Brasilien, ob sie jedoch durch die Holländer von Surinam oder durch die Franzosen über Martinique dorthin gelangten, bleibt ungeklärt.

