Arabica-Kaffee (Coffea arabica)
Dies ist die am längsten bekannte, wild wachsende Art der Coffea Pflanzenfamilie. Das natürliche Verbreitungsgebiet des Arabica-Kaffees liegt im südwestlichen Teil Afrikas - in Äthiopien.
Im Schutz des Schattens hoher Bäume(die Arabica ist sehr hitzeempfindlich) gedeiht die Pflanze in Höhenlagen zwischen 1.300m bis 1.800m über NN - daher auch die Bezeichnung "Bergkaffee". Sie ist als immergrüne, bis zu 8 Meter hohe Pflanze auf relativ hohe Niederschläge von rund 2000 Millimetern im Jahr angewiesen - und dies zu jeder Zeit des Jahres. Der Reifungsprozess ihrer Frucht dauert 6 bis 8 Monate. Eine nasse Aufbereitung der Bohne nach der Ernte, welche einen noch besseren Geschmack der Bohne ermöglicht, ist typisch für die Arabica-Bohnen. Im 15. Jahrhundert wurde zum ersten Mal im Süden von Jemen systematischer Kaffeeanbau dieser Sorte betrieben. Ab dem 17. Jahrhundert breitete sich der Arabica-Kaffee über Sri Lanka, Java und Südamerika weltweit aus.
Die heutzutage mengenmäßig wichtigsten Arabica produzierenden Länder sind Brasilien, Kolumbien, Guatemala, Mexiko und die übrigen Staaten Zentralamerikas.
Der Arabica Kaffee enthält mit 1-2% zwar nur halb so viel Koffein wie der Robusta-Kaffee, gilt aber als besonders hochwertig mit feinem, ausgeprägtem Aroma - nicht umsonst nimmt er 61 % an der Weltkaffeeproduktion ein. Dem Arabica Kaffee aus Äthiopien sagt man nach, dass er noch immer die intensiven Aromen der Wildpflanzen in sich trägt.

