Robusta Kaffee (Coffea Canephora)

Kaffeepflanze

Der Robusta Kaffee, welcher sich besonders gut für die Massenproduktion bzw. für hohe Ernteerträge eignet, stellt weniger Ansprüche an seine Umwelt als der Arabica Kaffee.

Er kann in Monokulturen angebaut werden, ist weniger hitzeempfindlich und benötigt daher keine Schattenbäume oder Ähnliches. Außerdem wächst er bis zu einer Höhenlage von 1000 Metern sowie im Tiefland/Flachland, was eine automatisierte Ernte mit Maschinen ermöglicht. Bedingt durch die kostengünstigeren Anbau- und Erntemöglichkeiten und seine Widerstandsfähigkeit ist der Robusta Kaffee eindeutig der preisgünstigere Kaffee auf dem Markt und verfügt über 36% Anteil an der Weltkaffeeproduktion. Allerdings sind diese Bohnen nur zweitklassig, mit einem rauen, bitteren Geschmack und können mit dem Aroma des Arabica Kaffees nicht konkurrieren. Der Koffeingehalt der Robusta-Bohne ist mit 2-4% doppelt so hoch wie der Koffeingehalt der Arabica-Bohne. Seine Verwendung findet er zum Beispiel häufig in der Produktion von löslichem Kaffee. Dennoch wird er in einigen südlichen Ländern (Italien, Griechenland, Frankreich und Spanien) häufig für Mischungen verwendet, welche den dort typisch herben Geschmack verursachen. Es gibt selbstverständlich auch innerhalb des Robusta-Segmentes große Qualitätsunterschiede - der gute Robusta wird in der Regel für italienischen Espresso verwendet, da er die Cremabildung verbessert.

In Ländern wie Vietnam, Indonesien, Uganda und der Elfenbeinküste werden mittlerweile die größten Mengen Robusta produziert. Der Robusta Kaffee, welcher im 19. Jahrhundert in Afrika entdeckt wurde, stammt ursprünglich aus dem äquatorialen Regenwaldgürtel zwischen Westafrika und Uganda. Auf Grund seiner erhöhten Kälteempfindlichkeit gegenüber dem Arabica beschränkt sich sein Anbau noch heute auf Gebiete zwischen dem 10. Breitengrad nördlich und südlich des Äquators. Die Reifezeit der Robusta-Frucht beträgt 9 bis 11 Monate. Die Robusta Bohne wird nach der Ernte meistens durch Trocknung aufbereitet, welche generell als die schlechtere Art der Aufbereitung gilt.