Die Röstung

Die Röstung

Die trockene Erhitzung der Kaffeebohnen bei Temperaturen von 100°C bis 200/260°C bezeichnet man als Röstung. Während der Röstung verdampft das restliche Wasser aus den Bohnen.

Durch entstehende Röstgase, dem inneren Überdruck und die Wasserverdampfung blähen sich die Bohnen auf ein Doppeltes ihrer ursprünglichen Größe auf - gleichzeitig verlieren sie aber bis zu 20% ihres Gewichts. Die Bohnen durchlaufen mehrere chemische Prozesse (auf die wir hier nicht näher eingehen), das noch als letztes vorhandene Häutchen (Pergamenthaut) platzt ab und die Bohne verändert - je nach Dauer und Intensität der Röstung - ihre Farbe von Zartgrün in Gelb, Gelb-Braun, Hell-Braun bis hin zu Dunkelbraun. Der Röstgrad (zu erkennen an der Farbe) hat neben Dauer und Art der Röstung einen starken Einfluss auf den Geschmack des Kaffee-Getränks. Die verschiedenen Stufen des Röstgrades lassen sich folgendermaßen beschreiben:

  • Helle Röstung: auch Cinnamon (Zimt) genannt
  • Mittlere Röstung: auf dem US-Markt auch Medium High genannt; Frühstücksröstung
  • Starke Röstung: helle französische Röstung, Wiener Röstung
  • Doppelte Röstung: continentale Röstung, französische Röstung
  • Italienische Röstung: Espresso-Röstung
  • Torrefacto (spanisch "geröstet"): Röstung unter Beigabe von Zucker (in Spanien üblich) (quelle: Wikipedia)
      Die gängigsten Röstverfahren sind die Chargenröstung in Portionen oder die Kontinuierliche Röstung, bei der die Bohnen langsam durch eine Rösttrommel transportiert werden. Hinterher werden die Bohnen gekühlt, gewogen, teilweise erneut sortiert, zwischengelagert und verpackt. Einige werden natürlich noch vor dem Verpacken gemahlen und kommen als sogenannter Mahlkaffee in den Verkauf.