Die Trockene Aufbereitung

Bauern das Kaffeefeld bearbeitend

Die trockene Aufbereitung ist die älteste, nach dem Vorbild der Natur ablaufende Methode.Wie der Name schon sagt, werden die Kaffeekirschen so lange getrocknet, bis sich die Kaffeebohnen problemlos aus

Silberhäutchen, Pergamenthaut, Fruchtfleisch (Pulpe) und Kirschhaut herausschälen lassen. Das Klima muss hierfür selbstverständlich trocken und warm sein und die Ernte muss permanent vor Regen und Temperaturschwankungen geschützt werden. Für Regionen mit geringen Wasservorräten ist diese Methode optimal. Zum Einsatz kommt die Trocknung hauptsächlich für den Robusta-Kaffee, jedoch werden in Brasilien und Äthiopien teilweise auch Arabica-Bohnen trocken aufbereitet. Damit die Kaffeekirschen nicht faulen, werden sie in einer gleichmäßigen nicht zu dicken Schicht auf betonierten bzw. gepflasterten Trockenflächen verteilt. Darüber hinaus müssen sie regelmäßig bewegt und gewendet werden. Dieser ganze Prozess der Trocknung dauert drei bis fünf Wochen - am Ende bleibt in den Kirschen nur noch eine Restfeuchte von 12% zurück. (Im Reifezustand bestehen die Kirschen zu 50-60% aus Wasser.)

Die Trocknung bewirkt, dass sich die Kaffeebohne von dem Rest der Kirsche ablöst - beim Schütteln dieser Kirschen kann man die Bohnen innen "rappeln" hören, Nun gilt es, die Bohnen endgültig von den überflüssigen Resten der Kirsche zu befreien - sie müssen geschält werden. Entweder geschieht dies direkt oder die getrockneten Früchte werden vor der Weiterverarbeitung in Säcken gelagert. (Auf Grund des geringen Wasseranteils sind sie nun länger halt- und lagerbar.) Es gibt auch die Möglichkeit einer maschinellen Schnelltrocknung - diese ist allerdings wesentlich aufwändiger und teurer!