Die Körperlichen Auswirkungen

Kaffeetropfen

Wie bereits erwähnt beschäftigen sich mehrere Studien (unterschiedlich repräsentativ) mit der Wirkung von Kaffee - es ist daher schwierig allgemein gültige Aussagen zu treffen. Koffein: Das Koffein des Kaffees (ca. 80-120mg je 125ml Filterkaffee) hat bekanntermaßen eine aufmunternde Wirkung - nach einer Tasse Kaffee können wir uns besser konzentrieren und fühlen uns vitaler. Schlafraubend wirkt er allerdings nur bei den wenigsten Menschen und dies meist, wenn sie ungewohnt hohe Mengen zu sich genommen haben. Laut der Fachzeitschrift "Sleep" ist es besonders konzentrationsfördern, wenn man den Kaffee über den ganzen Tag verteilt in kleinen Schlucken zu sich nimmt, anstatt einer großen Tasse am Morgen. Thema Flüssigkeitsaufnahme: Eine weitere gute Nachricht ist sicherlich, dass wir (auch nach Auffassung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung - DEG) die Tasse Kaffee getrost "positiv" zu unserer täglichen Trinkmenge hinzu rechnen können" Lange Zeit hieß es, dass Kaffee entwässert und dem Körper Flüssigkeit entzieht. Zum Ausgleich sollte man pro Tasse ein zusätzliches Glas Wasser trinken. Diese Theorie wurde mittlerweile in mehreren Studien widerlegt. Auswirkung auf den Magen: Da der Kaffee die Magensäureproduktion und Gallensekretion anregt, wird er gerne nach dem Essen als "Verdauungshilfe" getrunken - häufig auch in Form eines Espressos. Allerdings ist die Säureproduktion geringer als nach der Einnahme einer kompletten Mahlzeit - nur bei wirklich empfindlichen Menschen (z.B. mit häufigen Sodbrennen) können Reizungen auftreten. In der Regel hat Kaffee in Maßen keine negativen Auswirkungen auf den Magen.

Antioxidantien: Aktuelle Studien untersuchen die Wirkung der im Kaffee enthaltenen Antioxidantien. Ihnen werden eine Reihe positiver Effekte nachgesagt, da sie schädliche Radikale im Organismus abfangen. Krebs:Es gibt Studien, die darauf hinweisen, dass bestimmte Inhaltsstoffe des Kaffees vor Krebs schützen. Unter anderem soll der Kaffeekonsum vor Nierenkrebs schützen, da die enthaltenen Antioxidantien die Nierenzellen vor kanzerogenen Sauerstoffradikalen schützen (10jährige Studie aus dem "Nationalen Krebs-Zentrum" in Tokio). Des Weiteren sollen 6 Tassen Kaffee pro Tag das Brustkrebsrisiko bei Frauen um 70% senken (laut André Nkondjock von der Universität Ottawa) und Kaffee kann möglicherweise vor Blasen- und Dickdarmkrebs schützen. Nervensystem: Das Koffein regt die Produktion des Nervenbotenstoffs Dopamin an - dies soll die Entstehung von Parkinson hemmen. Ob auch die Alzheimerkrankheit positiv beeinflusst werden könnte, wird zur Zeit geprüft. Diabetes: Diverse Studien (u.a. aus dem Jahr 2006 mit 29.000 Teilnehmern oder eine aus dem Jahr 2004 mit 120.000 Teilnehmern) weisen darauf hin, dass regelmäßiger Kaffeekonsum das Risiko für Diabetes mellitus Typ 2 deutlich verringert. Was genau diese positive Wirkung hervor ruft ist noch nicht lückenlos beantwortet - ob es an den Inhaltsstoffen oder den Lebensgewohnheiten der Kaffee-Trinker liegt weiß man nicht sicher. Keine Sucht: Kaffee als Getränk macht definitiv nicht süchtig. Die Wirkung des Koffeins könnte manche Kaffeetrinker allerdings süchtig machen. Mögliche Entzugserscheinungen: Abgeschlagenheit und Kopfschmerzen. Diese verschwinden allerdings spätestens nach ein paar Tagen.