Lisa Hofmann-Fink
Lisa Hofmann-Fink von Kaffee.de
Dienstag, 21. Juli 2015
20 Jahre Amazon: Vom Online-Buchhandel zum Online-Supermarkt?

20 Jahre Amazon: Vom Online-Buchhandel zum Online-Supermarkt?
Die Erfolgsgeschichte des Online-Versandhauses

Amazon ist ein US-amerikanisches Online-Versandhaus, welches 1995 mit dem Verkauf von Büchern begann und sich bis heute zum weltweiten Marktführer des Onlinehandels etablierte. Aber wie kam es zu diesem rasanten Aufstieg? Nachdem der gegründete Online-Buchhandel positiven Anklang bei Lesern fand und zum Geheimtipp durch die Buchbewertung der Leser selbst wurde, schaffte es Amazon 1997, mit einem Unternehmenswert von 429 Millionen US-Dollar an der Börse notiert zu werden. Der Erfolg von Amazon basierte derzeit auf einer großen Buchdatenbank, die sich durch moderne Technik schnell auf der Webseite durchstöbern ließ. Mit dem darauffolgenden 1-Click-Patent, welches Kunden ermöglichte, mit nur einem Klick eine Bestellung aufzugeben, gelang Amazon der Durchbruch. Das Unternehmen stieg daraufhin 1998 ins Musikgeschäft ein und begann die Expansion nach Deutschland und Großbritannien. Amazon kaufte einige Unternehmen auf, wurde zu einer der größten Datensammelstellen im Internet und begann, Rechenleistungen und Web Services online anzubieten. Mit dem Einstieg ins Hardware-Geschäft durch den E-Book-Reader Kindle im Jahr 2004, nahm die Erfolgsgeschichte seinen Lauf.

Aktuelle Situation des Versandhaus-Riesen

Amazon führt heute ein breitgefächertes Produktsortiment, sogar mit Eigenmarken, und zeichnet sich durch schnelle Lieferzeiten aus. Zu den aktuellen Produkten gehören schon längst nicht mehr nur Bücher und Hardware, die Produktpalette reicht bis Lebensmittel und Getränke. In der Kategorie „Getränke, Kaffee & Tee“ finden sich mehr als 74.000 Produkte. Tendenz steigend.

Mit 154.100 festen Mitarbeitern erwirtschaftet Amazon derzeit einen Gesamtumsatz von 89 Milliarden US-Dollar. Deutschland ist dabei der wichtigste Auslandsmarkt, der im Jahr 2014 einen Umsatz von 11,9 Milliarden US-Dollar einbrachte. Betrachtet man die Vorjahre, ist der Umsatz in Deutschland stetig angestiegen. Über zahlreiche Angebote wie Amazon Marketplace, Amazon Instant Video und weitere Dienstleistungen erzielt das Unternehmen große Teile des Betriebsergebnisses. Trotz des großen Erfolgs steht Amazon aufgrund schlechter Arbeitsbedingungen und dem Verhalten gegenüber Verkäufern und Verlagen öfters in der Kritik. Der Vorwurf: Amazon soll die Marktmacht ausnutzen, um sich Vorteile zu verschaffen. Durch Klauseln sollen Händler dazu gezwungen werden, ihre Produkte nirgends billiger anzubieten als bei Amazon. Tarifstreiks sind ebenfalls an der Tagesordnung. Derzeit ruhen zwar die Tarifverhandlungen mit Verdi, sind jedoch immer noch nicht abgeschlossen. Durch den europäischen Sitz in Luxemburg werden zusätzlich die deutschen Unternehmensgewinne ins Ausland umgeleitet mit der Folge, dass in Deutschland weniger Geld versteuert werden muss. Mit der Strategieänderung von 2015, begann Amazon jedoch, mehr Gewinne in Deutschland auszuweisen.

Was in der Zukunft erwartet werden kann

Amazon möchte noch höher hinaus. Neben dem Einzelhandel, will das Unternehmen in der Zukunft auch in den Großhandel einsteigen. In den USA hat Amazon diesen Schritt mit Amazon Business bereits eingeleitet und zwar sehr erfolgreich. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis Amazon mit dieser Strategie auch nach Europa kommt. Dann könnten Schrauben, Ersatzteile, Arbeitshandschuhe und komplexere Produkte bald über Amazon erhältlich sein. Diese Situation birgt eine Gefahr für den deutschen Großhandel, der sich bereits heute optimal positionieren sollte, um Marktanteile nicht zu verlieren. Da der Preis nicht das einzige Kriterium bei dem Kauf von Waren im B2B-Bereich ist, punkten hiesige Großhändler durch die langjährigen Beziehungen zu ihren Kunden und die tiefe Einbindung in die Produktionsprozesse, die nicht so einfach unterbrochen werden können. Für die Zukunft bleibt es aber trotzdem spannend und man kann festhalten, dass vom Versandhaus-Riesen Amazon noch einiges zu erwartet ist. Auch der Lebensmittelbereich soll ausgebaut werden. Frische Lebensmittel gehören zwar noch nicht zum Warenangebot, aber das soll sich mit Amazon fresh bald ändern. Amazon fresh etablierte sich bereits in den USA, wann der Versandriese auch in Deutschland zum Online-Supermarkt wird, ist nur eine Frage der Zeit.

Last updated 3 mins ago

Tägliches Update · 03.12.2017

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