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Freitag, 26. Oktober 2018
Abmahnungen wegen Cold Brew Coffee

Abmahnungen wegen Cold Brew Coffee
J. Hornig mahnte im März vier Unternehmen ab

Das inzwischen sehr beliebte Kaffeegetränk namens Cold Brew ist seit einiger Zeit in aller Munde. Vorrangig auf Grund des köstlich erfrischenden und milden Geschmacks, zuletzt jedoch im Zusammenhang mit rechtlichen Problemen. Auslöser war der österreichische Kaffeeproduzent J. Hornig. Dieser ließ sich den „Cold Brew“-Begriff als Marke beim europäischen Markenamt exklusiv schützen. Infolgedessen kam es zu rechtlichen Schritten gegenüber anderen Unternehmen, die Produkte mit dem gleichen Namen im Sortiment hatten und diese bewarben. Unter den abgemahnten Unternehmen befand sich auch Lycka, welches seit 2014 existiert und neben Eis sowie Power-Riegeln den besagten Cold Brew Coffee vertreibt. Allerdings war Lycka nicht das einzige Unternehmen, welches von J. Hornig im März dieses Jahres abgemahnt wurde. Drei weitere Start-ups erhielten per Post den Mahnbescheid.

Vorgeschichte und rechtliche Lage

Schon im vergangenen Jahr hatte J. Hornig einen Antrag für die Lizenzen beim Amt der Europäischen Union gestellt. Aber erst 2018 wurden diese bekräftigt. Wichtig zu wissen ist hier, dass mit diesem Schritt nicht Cold Brew als Getränk geschützt war. Vielmehr ging es um Produkte wie Behältnisse und Kartons, wo „Cold Brew“ als Name aufgedruckt war, sodass lediglich die Verpackungen geschützt waren.

Das Problem liegt also deutlich auf der Hand. Cold Brew ist eine Zubereitungsmethode, weshalb von vielen Stellen bezweifelt wurde, dass ein Markenschutz möglich ist. Grundsätzlich würde das nämlich bedeuten, dass kein anderer Anbieter oder Röster außer J. Hornig den kalt gebrühten Kaffee mehr verkaufen dürfte. Große, bekannte Kaffeehausketten wie Starbucks müssten das Getränk demzufolge ebenfalls aus dem Sortiment nehmen oder wahlweise vom Großkonzern beziehen.

Die Gegenoffensive der Röstereien

Anschließend kam es in der Kaffeebranche zu heißen Diskussionen, an denen sich nicht nur die abgemahnten Start-ups beteiligten. Innerhalb weniger Tage schlossen sich über 70 Unternehmen zusammen, um einen gemeinsamen, offenen Brief an J. Hornig zu schreiben. Sie teilten ihm in dem Schreiben ihre Meinung zum Thema „Cold Brew“ mit. Der grundsätzliche Konsens bestand darin dem Kaffeekonzern klarzumachen, dass es sich bei dem Getränk um eine erprobte, technische Methode für die Zubereitung des kaltgebührten Kaffees handle. Resümierend fasste die Gegenoffensive zum Ende des Briefes zusammen, dass die Marken rechtlich nicht zugelassen sind und somit keinen Bestand haben werden.

Eine Reaktion seitens J. Hornig blieb nicht aus. Der Geschäftsführer meldete sich persönlich zu Wort und erklärte, dass der Schutz der eigenen Marke bei jedem neuen Produkt wichtig sei und, dass die Rösterei als eine der ersten für die Einführung von Cold Brew in Österreich zuständig war.

Fazit und Finale der Cold Brew Abmahnungen

Inzwischen hat der Konzern seine Strategie geändert. Die „Cold Brew“-Lizenz stand kurzzeitig unbegrenzt und kostenlos für alle Unternehmen zur Verfügung, da man nicht bereit war die Lizenzen zu löschen. Die Entscheidung basierte auf der möglichen Neuanmeldung eines anderen Unternehmens. Der Gegenoffensive war dies nicht genug, sie fassten den Entschluss den Brief an J. Hornig zu veröffentlichen. Bevor dies jedoch in die Tat umgesetzt werden konnte, löschte der Konzern acht Stunden vorher alle Marken. In der Kaffee-Branche haben diese Streitigkeiten zum einen für einen Vertrauensverlust bei den Röstern, zum anderen zu einer gemeinschaftlichen Stärkung der Start-up-Szene geführt. Einig ist man sich jedoch, dass dieser Rechtsstreit unnötig und der Ausgang sehr absurd war.

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