Lisa Hofmann-Fink
Lisa Hofmann-Fink von Kaffee.de
Donnerstag, 12. Februar 2015
Aktuelle Untersuchungen zu Acrylamid im Filterkaffee

Aktuelle Untersuchungen zu Acrylamid im Filterkaffee
Welche Gefahren lauern für den Verbraucher?

Kaffee gehört zu den beliebtesten Getränken der Deutschen. Viele Kaffeefans belassen es nicht nur bei ein oder zwei Tassen am Morgen, sondern genießen über den gesamten Tag verteilt das heiße Aufgussgetränk. Bei bestimmten Kaffeesorten kann dies allerdings nicht ganz ungefährlich sein. In einer Untersuchung des NDR Wirtschafts- und Verbrauchermagazins Markt wurden acht Kaffeesorten auf Acrylamid getestet. Das Ergebnis ist erschreckend: Die Hälfte der Proben überschreiten den Signalwert für Acrylamid von 2010.

Was ist Acrylamid und wie kommt es in den Kaffee?

Acrylamid ist ein Baustein für Kunststoffe, der vor allem in der chemischen Industrie eingesetzt wird. 2002 wurde der Stoff erstmals auch in verschiedenen Lebensmitteln nachgewiesen. Für Tiere ist die Substanz krebserregend, nerven- und erbgutschädigend. Welche Mengen für den Menschen als ebenso gefährlich gelten und wie sich der Stoff tatsächlich auf den menschlichen Organismus auswirkt, kann noch nicht eindeutig geklärt werden. Verbraucherschützer fordern, den Gehalt von Acrylamid in Kaffee und anderen Lebensmitteln zu minimieren, um der Gefahr für den Menschen vorzubeugen.

Erhöhte Acrylamidgehalte sind insbesondere in Lebensmitteln wie Chips, Bratkartoffeln, Pommes frites, Keksen und gerösteten Cerealien nachgewiesen worden. Auch bei Kaffee wurden die Forscher fündig. Der Grund liegt in ihrer Verarbeitung: Werden Lebensmittel für kurze Zeit starker Hitze ausgesetzt, zum Beispiel beim Rösten mit über 170 Grad Celsius, kann sich der gefährliche Schadstoff Acrylamid bilden. Kaffeebohnen werden in den meisten industriellen Kaffeeröstereien für wenige Minuten bei 400 Grad geröstet. Viele Hersteller entscheiden sich gegen eine längere Röstung bei niedriger Hitze, denn eine kurze Röstzeit spart Zeit und Kosten.

Wieviel Acrylamid steckt im Filterkaffee?

Bis 2010 galt in Deutschland der Signalwert von 208 Mikrogramm je Kilogramm. Im Falle einer Überschreitung seitens der Hersteller, waren die Überwachungsbehörden der Länder in der Pflicht, die Hersteller darauf hinweisen, den Acrylamidwert zu reduzieren. Mit Einführung einheitlicher EU-Werte gilt seit 2011 ein europäischer Richtwert, der 60 Prozent mehr Acrylamidgehalt im Kaffee erlaubt (450 Mikrogramm je Kilogramm), als der Signalwert von 2010.

In einer Untersuchung testete MARKT acht Filterkaffeesorten auf ihren Acrylamidgehalt:

  • Dallmayr Prodomo

  • Eduscho Gala Nr.1

  • Tchibo Feine Milde

  • Jacobs Krönung

  • Jacobs Auslese Klassisch

  • Mövenpick Der Himmlische

  • Markus Kaffee Gold

  • Melitta Auslese Klassisch

Zwar wurde bei keinem der getesteten Kaffees der europäische Richtwert überschritten, doch bei vier der acht Kaffeesorten war der Gehalt deutlich höher als der Signalwert von 2010. Vorreiter der Untersuchung ist die Sorte Gala Nr.1 von Eduscho mit einem Acrylamidwert von 431 Mikrogramm pro Kilogramm, gefolgt von Tchibos Feine Milde, Jakobs Krönung und Jakobs Auslese Klassisch. Den geringsten Acrylamidgehalt wiesen die Sorten Dallmayr Prodomo und Melitta Auslese Klassisch auf, gefolgt von den Produkten der Marken Markus und Mövenpick.

Sollte man auf Kaffee verzichten?

Auch wenn keine der getesteten Kaffees den in der europäischen Union geltenden Richtwert überschreitet, bedeuten die erhöhten Acrylamidwerte im Kaffee eine erhebliche Belastung für den Verbraucher. Sollte man nun gänzlich auf Kaffee verzichten, um der Gefahr durch Acrylamid vorzubeugen? Nein. Selbstverständlich können Kaffeetrinker weiterhin zu ihrem Lieblingsgetränk greifen. Es ist jedoch empfehlenswert, auf langzeitgeröstete Kaffeesorten zurückzugreifen. Diese sind zwar in der Regel teuer, allerdings auch schadstoffunbelasteter.

Last updated 3 mins ago

Tägliches Update · 03.12.2017

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