Lisa Hofmann-Fink
Lisa Hofmann-Fink von Kaffee.de
Freitag, 5. Juni 2015
Bonaverde – erobert die erste Röst-Mahl-Brüh-Kaffeemaschine bald den Markt?

Bonaverde – erobert die erste Röst-Mahl-Brüh-Kaffeemaschine bald den Markt?
Was gibt es Neues zum Berliner Startup-Unternehmen?

Mit Hilfe von mehreren tausend Investoren weltweit soll das Ziel zweier Berliner verwirklicht werden. Sie träumen nicht nur von besonders frischem Kaffee, sondern wollen mit ihrer neuartigen Kaffeemaschine auch den Kaffeebauern helfen. Auch wenn ihr Startup-Unternehmen, die Bonaverde Coffee AG, schnell zahlreiche Unterstützer hinter sich versammeln konnte, gibt es durchaus auch kritische Stimmen in Zusammenhang mit der nach eigenen Aussagen revolutionären Kaffeemaschine.

Eine neuartige Kaffeemaschine erhält Unterstützung

Manchmal kann man seine Ziele nicht hoch genug stecken. So machte es sich das Startup-Unternehmen Bonaverde rund um die beiden Gründer Hans Stier und Ricardo Mählmann zur Aufgabe, den Kaffeemarkt zu revolutionieren. Wie bereits in einem früheren Artikel berichtetet wurde, sollte eine Kaffeemaschine hergestellt werden, die nicht nur wie bisherige Kaffeevollautomaten den Kaffee mahlt und brüht, sondern im Vorfeld auch noch röstet: Von der grünen Bohne zur frischen Tasse Kaffee.

Eine Vision, die schnell ihre Anhänger fand. Auf den drei Crowdfunding-Plattformen Seedmatch, Kickstarter und Indiegogo konnten die Berliner insgesamt über zwei Millionen Euro von fast 4.000 Investoren für ihre Idee gewinnen. Ihr Crowdfunding-Projekt gehört somit zu den bisher erfolgreichsten in Europa. Schon nach zehn Minuten konnte das Unternehmen auf der Seite Kickstarter rund 20.000 Dollar einnehmen. Bonaverde scheint somit bereits vor der eigentlichen Produktion und dem Verkaufsstart ein voller Erfolg zu werden – dafür sprechen auch die 3.447 Vorbestellungen der Maschine.

Kaffeebohnen vom Bauern des Vertrauens

Doch zur Idee von Bonaverde gehört nicht nur die Kaffeemaschine, die auf den Markt gebracht werden soll. Hinter dem erdachten Konzept verbirgt sich auch noch ein sozialer Ansatz. Die Bohnen, mit denen die Maschine arbeiten wird, sollen direkt vom Kaffeebauern kommen. Dazu wird im Internet eine Art Marktplatz entstehen, auf dem die Kaffeefarmer sich und ihre Ernte vorstellen und diese auch dort verkaufen können – ganz ohne Zwischenhändler. Käufer können darüber hinaus mit den Bauern in Kontakt treten und sich ihre Fragen rund um die angebotenen Produkte beantworten lassen. Eine engere Beziehung zwischen Händlern und Käufern soll so zu Stande kommen.

Kritik von mehreren Seiten

Bonaverde wartet somit mit einer durchaus lobenswerten und auf den ersten Blick auch gut durchdachten Idee auf. Wieso sollte man Händler bezahlen, wenn der Kaffeebauer auch direkt von seinem Produkt profitieren kann und warum sollte man auf Monate alten Kaffee aus dem Supermarkt zurückgreifen, wenn man ihn auch viel frischer zu sich nehmen kann?

Das Problem an dem Konzept ist die Tatsache, dass durch den Verkauf direkt vom Kaffeefarmer die deutsche Kaffeesteuer bewusst umgegangen wird. Ferner äußern auch einige Kaffeeexperten ihre Bedenken in Bezug auf die Zubereitung des Kaffees. Denn frisch gerösteter Kaffee benötigt normalerweise zumindest einige Tage, um sein volles Aroma zu entfalten. Diesen direkt aufzubrühen, wird somit eher als Nachteil gesehen.

Neben diesen Nachteilen gibt es mittlerweile auch kritische Stimmen unter den Unterstützern des Projekts. Diese reichen sogar soweit, dass einige bereits ihr Geld zurückverlangen. Der Grund: Bonaverde hält sich nicht mehr an die zu Anfang versprochenen Konditionen. Das Endprodukt kommt nun in verändertem Design daher und auch den anfänglichen Zeitplan kann man im Unternehmen nicht mehr einhalten. Des Weiteren stößt es einigen Investoren sauer auf, dass man letztendlich nur Bohnen in der Maschine rösten kann, die auch auf dem Marktplatz des Unternehmens erworben wurden.

Momentan befindet sich Bonaverde in einer Phase, die die Maschine auf ihre Lebensdauer prüfen soll. Außerdem werden derzeit Werkzeuge zur Herstellung der Metallteile der Maschine gefertigt, nachdem die nötigen Utensilien für die Plastikteile bereits fertig sind. Bis zur Massenproduktionen kann es somit noch einige Zeit dauern.

Last updated 3 mins ago

Tägliches Update · 03.12.2017

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