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Freitag, 26. Juni 2015
Der Cappuccino-Index

Der Cappuccino-Index
Verlässliche Maßzahl für den Lebensstandard von Baristas?

Während der Big-Mac-Index vielleicht dem ein oder anderen noch als Indikator für die Kaufkraft einer Währung bekannt ist, so kennen nur die wenigsten auch den Cappuccino-Index. Diese neu entwickelte Maßzahl hat weniger mit der Kaufkraft der Währung, sondern viel mehr mit den Lebenshaltungskosten in Bezug auf die Löhne eines Landes zu tun.

Der Big-Mac-Index als anerkannter Indikator

Der Big-Mac-Index wurde im Jahr 1986 erstmals in der britischen Zeitschrift The Economist veröffentlicht. Die Redakteurin der Zeitschrift Pam Woodall entwickelte ihn, um zum einen Wechselkurse und Kaufkraftparitätenkurse leicht verständlich erklären zu können und zum anderen die Bewertung einzelner Währungen aufzuzeigen. Seitdem wird der Big-Mac-Index regelmäßig erhoben und veröffentlicht, um mit seiner Hilfe die Big-Mac-Preise in verschiedenen Währungen der Welt zu vergleichen.

Der Big Mac wurde damals als Indikator ausgewählt, da er eine gute Vergleichsgrundlage bildet. Fast überall auf der Welt wird er in der gleichen Größe angeboten. Ebenso werden die gleichen Zutaten verwendet und auch die Qualität dieser ähnelt sich, da er in über 140 Ländern einheitlich über die Restaurantkette McDonalds vertrieben wird und seine Zusammensetzung an strenge Franchiseverträge gebunden ist. Laut dem Stand vom Juli 2014 zeigen die Ergebnisse, dass ein Big Mac in US-Dollar bezahlt in Norwegen oder der Schweiz am teuersten ist, während man ihn in der Ukraine und Indien am günstigsten erhält. Deutschland belegt im Ranking Platz 39 und liegt damit knapp unterhalb des Durchschnitts in der Eurozone.

Mehr als zwei Stunden Arbeit für einen Cappuccino?

Wenn man mit dem Big-Mac-Index einen anerkannten Indikator zur Beschreibung der Kaufkraft geschaffen hat, wieso sollte man nicht auch aus anderen Lebensmitteln Maßzahlen ableiten können? Das dachte sich auch James Hoffmann, der World Barista Champion 2007, der auf seinem Blog den Cappuccino-Index vorstellt. Zwar wurde bereits vorher der Cappuccino verwendet, um wie beim Big Mac auch die Wechselkurse und Kaufkraft zu beschreiben, Hoffmann jedoch wagte einen neuen Ansatz. Er wollte wissen, wie lange ein Barista in seinem jeweiligen Café arbeiten musste, um sich einen Cappuccino leisten zu können. Um dies herauszufinden stellt er die Frage an Baristas weltweit und erhielt über 700 Antworten, die er dann auswertete.

Wieso er sich für Cappuccino als Vergleichsobjekt entschied, hatte mehrere Gründe. Zunächst einmal ist Cappuccino in so gut wie jedem Café erhältlich. Außerdem eignet er sich besser als beispielsweise Espresso oder Kaffee, denn der Preis für Espresso wird häufig herabgesetzt, um Kunden dazu zu bringen etwas zu kaufen und Kaffee wird meist importiert und in US-Dollar gehandelt. Mit einer lokalen Zutat, der Milch, könne man den Einfluss von Währungen und Handel ausgleichen.

Letztendlich zeigte sich in Hoffmanns Untersuchung, dass Australier nur 10,2 Minuten und damit am kürzesten für ihren Cappuccino arbeiten müssen, während in Indonesien erst in 146,0 Minuten das nötige Geld für das Heißgetränk verdient wird. Deutschland befindet sich mit 16,6 Minuten auf Platz zwölf von 39. Erstaunlicherweise lassen sich diese Zahlen jedoch nicht mit den jeweiligen Lebenshaltungskosten des Landes in Beziehung setzen. Andere Faktoren wie die Kaffeekultur oder die Bezahlung von Trinkgeldern müssen somit eine zusätzliche Rolle spielen.

Hoffmann scheint einen guten Ansatz geschaffen zu haben, um Cappuccino als Vergleichsobjekt für Untersuchungen zu verwenden. Um genaue Ergebnisse erzielen zu können, müsste jedoch, wie er selbst angibt, eine Umfrage mit weitaus mehr Probanden durchgeführt werden.

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