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Mittwoch, 7. November 2018
Die Faema E61 Brühgruppe – eine Legende lebt neu auf!

Die Faema E61 Brühgruppe – eine Legende lebt neu auf!
Alles was Sie über Faema E61 wissen müssen

Um den Begriff „FAEMA E61“ kommen wahre Baristafans in ihrem Leben kaum herum. Einmal muss man sich immer mit dieser Legende beschäftigen und abwägen, ob diese Brühgruppe das Richtige für einen ist. Zum besseren Verständnis erklären wir ganz kurz die Geschichte der Faema E61 Espressomaschine und gehen dann auf die Besonderheiten der E61 Brühgruppe ein.

Sonnenfinsternis Eclisse + Das Jahr 1961 = E61

Das noch junge italienische Unternehmen FAEMA (Fabbrica Apparecchiature Elettro Mecchaniche e Affini) entwickelte im Jahre 1961 unter dem Ingenieur Della Corte (hat jetzt eine eigene Firma für hochwertige Kaffeemaschinen) eine echt neuartige Espressomaschine, die auch noch Jahrzehnte später den Markt für hochwertige Espressomaschinen prägen wird. Der Produktname setzt sich aus dem Jahr 1961 und der damals in Italien stattfindenden Sonnenfinsternis (italienisch Eclisse) in Kurzform zusammen. Die E61 war geboren und hatte ihren legendären Namen, der bis heute noch nachklingt und sprichwörtlich in aller Munde bei Kaffeeliebhabern ist. Denn viele Kaffeemaschinenhersteller haben nun auch eigene Espressomaschinen mit einer Faema E61-Brühgruppe entwickelt und tragen so zur weiteren und internationalen Verbreitung der Legende bei. Man bezeichnet sie heute auch liebevoll die „Mutter aller Brühgruppen“ !

Die Innovationen der E61-Brühgruppe

Seit Erfindung der neuartigen Espressomaschinen durch Luigi Bezzera 1901 in Mailand waren alle gängigen Espressomaschinen auf dem manuellen Handhebel-Prinzip aufgebaut. Die E61 brach mit dieser Tradition und wartete mit einer neuartigen Verdrängungspumpe, einem Thermosyphon als auch einer innovativen Wasserführung auf. All diese Neuentwicklungen machten die halbautomatische E61 zu einem Verkaufsschlager in der Gastronomie. Denn Sie war schneller, konstanter und pflegeleichter in der Wartung. Mit ihr kam auch der Durchbruch bei der privaten kleinen Espressomaschine für zu Hause. Denn bis dahin musste man immer in die beliebten öffentlichen Caffe-Bars mehrmals täglich gehen um einen Espresso trinken zu können. Die Massenproduktion der E61 Technik machte diese preisgünstig und für jedermann erschwinglich.

Das Faema E61 Herzstück - Der Thermosyphon

Das Funktionsprinzip des Thermosyphon in der Faema E61 ist seit 1961 der Standard im Markt und wird auch heute noch in Kombination mit anderen Brühgruppen und anderen Herstellern verwendet, da es sich sehr gut bewährt hat. Vor allem die thermischen Eigenschaften, der geringe Verschleiß und die Optik haben der Faema E61 Brühgruppe zum Durchbruch im Sektor für semiprofessionelle Espressomaschinen verholfen. Zum ersten Mal war es möglich auch bei nachlaufendem kaltem Wasser in den Kessel noch optimale Brühtemperaturbedingungen zu haben. Das heiße Wasser steigt im Thermosyphon laufend zur Brühgruppe auf, erkaltet und wird wieder in den sich aufheizenden Kessel zurückgeführt. Dadurch ist an der Brühgruppe laufend optimal erhitztes Wasser für einen Kaffeebezug vorhanden und die Brühgruppe an sich wird auf optimaler Temperatur gehalten. Ab und an spricht man beim Thermosyphon von Überhitzung''. Dabei meint man nicht, dass einem die Espressomaschine um die Ohren fliegen kann, sondern dass das an der Brühgruppe anstehende Wasser etwas zu heiß sein kann für einen optimalen Espresso. Ein sogenannter Leerbezug oder auch Cooling-Flush schafft hier Abhilfe und senkt die anstehende Temperatur. Der schöne Nebeneffekt ist, dass man den alten Kaffeesatz, der noch an der Brühgruppe klebt, auswäscht.

Total undigital, die Faema E61 Brühmechanik

Früher hatte jedes Kind noch seine Dampfmaschine und konnte dort seinen Spieltrieb voll ausleben, danach war es vielleicht noch Fischertechnik oder ähnliches. Aber heute ist in unserer digitalen Welt kaum noch Platz für echte Mechanik. Da kommt die E61 Brühgruppe mit ihrem mechanischen Hebelmechanismus gerade recht um diesen Spieltrieb zu befriedigen. Viele Homebarista kaufen die E61 Brühgruppenmaschinen nur aus diesem Grund.

Dabei besteht die Faszination der E61 Brühgruppe vor allem im Inneren. Die wichtigsten Elemente sind nämlich drei Ventile – das Einlassventil, das Preinfusionsventil sowie das Ablassventil. Hier ist das Preinfusionsventil sicher die nennenswerteste Erfindung. Denn dadurch wurde das Kaffeemehl vor dem Brühvorgang kurz aufgeweicht und zum Aufquellen gebracht. Die Extraktion des Kaffees wird dadurch merklich gesteigert. Die Hebelmechanik macht im Vergleich zu elektronischen Betätigungen ein Magnetventil, das die Leitungswege öffnet und schließt, überflüssig. Beim Hochziehen des Brühhebels an der E61 Brühgruppe wird die Brühkammer mit heißem Wasser gefüllt und ein Microschalter für die Pumpe betätigt.

Fun Fact 1 – E61 als echte Geldanlage

Es ist wie mit einem Oldtimer-Auto, bei guter Pflege werden die immer mehr wert. Gerade in Zeiten, in denen man kaum Zinsen bekommt, sind solche Geldanlagen immer beliebter. Wir kennen Kollegen in der Branche, die sich in den letzten 10 Jahren einen regelrechten Faema E61 Fuhrpark angelegt haben und diese in Stretchfolie eingelagert haben. Diese dienen als Altersvorsorge mit enormem Steigerungspotential. Vor einigen Jahren wurden diese Maschinen noch für relativ günstiges Geld regelrecht verscherbelt. Kenner haben hier schon früh erkannt, dass sich diese Maschinenlegenden noch gut verkaufen lassen. Wer also eine Faema E61 in gutem Zustand für unter 5.000 Euro findet sollte zuschlagen. Der Hype um die E61 Espressomaschinen wurde auch nochmals durch die Jubiläumsmodelle Jubile und Legend zum 40. Geburtstag im Jahre 2001 angeheizt. Die Originale wurden zu diesem Zeitpunkt nochmals mehr wert. Schöner Nebeneffekt der Jubiläumsmodelle ist auch, dass die alten Originale immer noch ausreichend mit Ersatzteilen versorgt werden können und so jedes alte Unikat wieder in neuem Glanz erstrahlen kann.

Fun Fact 2 – Coffeeporn by E61

Essen ist der Sex des Alters – sagt man zumindest. Dann ist die Kaffee-Extraktion die Krönung davon. Am Anschaulichsten wird dies bei einem bottomless, bodenlos Siebträger deutlich. Aus der Perspektive von unten kann man die drei Phasen der Extraktion wunderbar beobachten und sich seine eigenen Gedanken dazu machen. Nach den ersten Sekunden bilden sich einzelne Tropfen am Siebträgerfilterboden und es entwickeln sich langsam einzelne Strahlen. Die nächsten Sekunden der Kaffeeextraktion gehören der Vereinigung der einzelnen Strahlen zu einem dunklen Hauptstrahl. Dabei werden die Haupt-Aromastoffe extrahiert, bevor es nach ca. 20 Sekunden die Bitterstoffe an die Reihe kommen. Je nachdem wie viel Bitterstoffe Sie haben möchten beenden Sie die Extraktion nach ca. 23 bis 28 Sekunden.

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