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Freitag, 16. Februar 2018

Die Tücken der Bio-Zertifizierung
Augen auf beim Bio-Kauf!

Bio, ganz egal ob bei Lebensmitteln, Kleidung oder Möbeln, ist momentan angesagt wie noch nie und viele lassen sich den biologischen Lebensstil auch einiges kosten. Doch mit dem Trend steigt auch die immer größer werdenden Anzahl an Institutionen und Kennzeichnungen, welche um das Vorrecht der Bio-Zertifizierung buhlen. Leider gibt es unter ihnen auch eine Vielzahl an Trittbrettfahrern, welche in der Zertifizierung der Produkte nur das große und schnelle Geld sehen. Die Auswahl an Siegeln, welche sich an die strengen wirtschaftlichen und politischen Vorgaben genau halten ist dagegen relativ überschaubar. Genau genommen gibt es in Deutschland genau zwei Siegel, die auch sehr häufig auf dem Bio-Kaffee zu finden sind.

Bio nach EG-Öko-Verordnung

Die kleine sechseckige Plakette mit den Schriftzügen „Bio“ und „nach EG-Ölo-Verordnung“ ist das wohl am häufigsten anzutreffende Gütesiegel auf deutschen Bio-Lebensmitteln wie Obst, Wurst und natürlich unseren geblieben Kaffee und Espresso aus biologischem Anbau. Es garantiert beim Bio-Kaffee den strengen Anbau mit nur minimalen und unvermeidbaren negativen Auswirkungen auf die Umwelt. Gesundheitsgefährdende Pestizide, chemische Düngestoffe und Wachstumsregulatoren sind genauso ausgeschlossen wie genmanipuliertes Saatgut. Jeder Hersteller oder Händler, der seine Produkte mit dem Siegel kennzeichnen möchte, muss sich einmal pro Jahr einer Überprüfung der zuständigen Landesbehörde unterziehen. Für aufgetretene Mängel gibt es eine Frist zur Behebung und erst wenn diese zur vollen Zufriedenheit des Bio-Prüfers behoben wurden, verlängert es sich um ein weiteres Jahr. Geprüft wird vor allem die streng getrennte Lagerung von Bio-Lebensmitteln und konventionellen Verbrauchsgütern.

Häufige Schwierigkeiten der Bio-Zertifizierung

Ganz so einfach zu bekommen ist das Bio-Siegel aber dann auch wieder nicht. Ein Kaffeebauer, der seinen Kaffee biologisch anbaut, darf ihn erst als solchen verkaufen, wenn er die notwendige Zertifizierung besitzt. Diese kann schnell mal bis zu 3.000 Euro an Gebühren kosten. Für einen Farmer aus einer ärmlichen Anbauregion ist das ein sehr stolzer Preis! Aber nicht nur der Kaffeebauer braucht ein Zertifikat, auch der Röster und der Händler bzw. Verkäufer des Bio-Kaffees brauchen eine gültige Zertifizierung. Nur wenn alle beteiligten der Lieferkette von der Farm bis in die Tasse des Kunden eine Zertifizierung aufweisen können, darf auf der Verpackung des Kaffees oder des Espresso das Bio-Siegel angebracht werden. Pro Jahr kann so bei jeder beteiligten Zwischenstelle eine Summe von bis zu 1.000 Euro für die Bio-Zertifizierung einkalkuliert werden.

Der Mehrpreis der dadurch fällig wird, wird aber nicht von jedem Kaffeeeinkäufer auf dem Weltmarkt ohne weiteres dahingenommen. In den USA steckt der Bio-Kaffee noch in den Kinderschuhen, denn sowohl Hersteller als auch Konsumenten können für sich keinen klaren Vorteil aus dem biologischen Anbau der Kaffeebohnen erkennen. Aber auch bei uns in Deutschland bevorzugen vor allem die großen Kaffeeröstereien den preiswerteren Kaffee der Massenplantagen. Es gibt jedoch auch Kaffeeanbaugebieten in welchen fast ausschließlich Bio-Konform angebaut wird. Ein gutes Beispiel dafür ist das Land Äthiopien. Fast 90 Prozent der Kaffeebauern betreiben ihre Plantagen in traditioneller Anbauweise, welche 100 Prozent den Bio-Anforderungen entspricht. Aufgrund der dortigen Armut können sich viele Kaffeebauern das Bio-Zertifikat jedoch schlichtweg nicht leisten. In Kombination mit unserer Bürokratie ist es dann leider auch so, dass dieser Kaffee bei uns nicht als Bio-Kaffee bezeichnet werden darf. Unserer Meinung nach sollte sich hier einiges zum besseren ändern.

Faitrade ist nicht Bio!

Nimmt man den Begriff „Fairtrade“ etwas genauer unter die Lupe ist die Zusammensetzung aus den beiden Wörtern „Fair“ und „Trade“ sehr gut zu erkennen. Übersetzt ins deutsche bezeichnet es den fairen Handel der Kaffeebohnen. Die Art und Weiße des Anbaus, mit welchem sich das Bio-Siegel beschäftig, bleibt beim Fairtrade-Kaffee völlig außer Acht. Mehr geht es dabei um faire Beziehungen zwischen den Kaffeebauern und den Rohkaffeehändler, welche neben engen Partnerschaften auch angemessene Preise für den Rohkaffee fordern.

Ein Bio-Kaffee muss dabei nicht gleichzeitig auch fair gehandelt werden und ein fair gehandelter Kaffee muss nicht gleichzeitig auch aus biologischem Anbau stammen. Beim Kaffee geht der Trend aber auch immer mehr zur Doppelzertifizierung. Viele Bio-Kaffeesorten tragen auch gleichzeitig das Fairtrade-Siegel. Mit so einem Produkt kann man dann wirklich sorgenfrei und bedenkenlos sein Tasse Kaffee oder einen schnellen Espresso genießen!

Last updated 3 mins ago

Tägliches Update · 03.12.2017

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