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Montag, 28. Mai 2018
Greenwashing in der Kaffeeindustrie

Greenwashing in der Kaffeeindustrie
Was steckt dahinter und wo wird es betrieben?

Umweltschutz und Nachhaltigkeit besitzen einen hohen Stellenwert. Allerdings sind nicht alle Unternehmen daran interessiert, die Welt tatsächlich zu einem besseren Ort zu machen. Das allgegenwärtige „Greenwashing“ unterwandert das Fairtrade- und Nachhaltigkeits-Konzept in vielen Branchen. Beim Greenwashing handelt es sich um ein Vorgehen, das angewendet wird, um Produkte dank winziger Veränderungen als fair und nachhaltig zu vermarkten oder, um eine Marke als ökologisch zu präsentieren, die im Grunde genommen genau das Gegenteil ist. Für Verbraucher ist es sehr schwer, Greenwashing zu erkennen. In der Regel geben die betreffenden Unternehmen ein großes Budget für Werbekampagnen und Marketingstrategien aus, die dann im Umkehrschluss mehr kosten als die Umweltschutzmaßnahmen, wenn diese denn überhaupt in die Tat umgesetzt werden. Grundsätzlich geht es beim Greenwashing darum, das Image oder den Ruf eines Unternehmens aufzuwerten und dabei umweltschädliches Verhalten gekonnt zu verbergen. Die angeblichen Maßnahmen im Zuge des Umweltschutzes und der Nachhaltigkeit werden vielseitig betont und bekräftigt, sodass Verbraucher diese „grünen“ Märchen tatsächlich glauben. Um die Glaubhaftigkeit zu intensivieren, gehen einige Unternehmen sogar so weit und verwenden gefälschte Siegel oder Zertifikate.

Wo wird Greenwashing im Kaffeesektor betrieben?

Viele klassische Greenwashing-Beispiele lassen sich in der Textilindustrie finden. Modehausketten versuchen, mit nachhaltigen Kollektionen zu überzeugen. Das Problem daran ist, dass hier wenig Glaubwürdigkeit entsteht, wenn die restliche Bekleidung nicht im Ansatz nachhaltig gefertigt oder fair gehandelt ist. Auch im Kaffeesektor betreibt die ein oder andere Marke Greenwashing. Ein Beispiel sind die Kaffeekapseln des beliebten Herstellers Nespresso. Das Problem: Die Alu-Kapseln machen sehr viel Müll und schaden so der Umwelt. Der Hersteller beteuert, dass die Kapseln recyclebar sind und zwar, wenn die Verbraucher diese im Nespresso-Geschäft zurückgeben. In der Regel ist es aber so, dass die Kapseln in den Haushaltsmüll wandern und da meistens auch den falschen Eimer treffen. Nicht nur aus Mutwilligkeit, sondern auch aus Unwissenheit.

Sind Coffee-to-Go-Produkte Teil des Greenwashings?

Ähnlich funktioniert das Prinzip des Greenwashing im Bereich der Coffee-to-Go Produkte. Kaffeebecher sind Wegwerfartikel, die im Alltag von zahlreichen Menschen auf dem Weg zur Arbeit, zur Uni oder auch im Privaten täglich in Massen genutzt werden. Viele Anbieter von Coffee-to-Go-Produkten setzen inzwischen auf umweltfreundlichere Becher aus recyclebaren Materialien. Problem daran ist, dass die Kampagnen, die inszeniert werden, um den Verbraucher darüber zu informieren, im Zeichen des Greenwashing stehen. Recyclebare Becher machen nämlich nur dann Sinn, wenn die Verbraucher diese Produkte anschließend auch zum Recycling-Müll geben.

Greenwashing erkennen

Es gibt ein paar Merkmale, woran Verbraucher Greenwashing erkennen können. Dazu gehören beispielsweise:

  • Vielseitige und starke Verwendung einschlägiger Begriffe, wie Umweltfreundlichkeit
  • Produktion von umweltfreundlichen Artikeln in umweltschädlichen Betrieben oder unter stark umweltschädigenden Bedingungen
  • Verwendung von nachhaltiger Markensprache, die lediglich eine bestimmte Eigenschaft eines Produktes hervorhebt, obwohl die restlichen Artikel-Merkmale weniger umweltfreundlich sind
  • Artikel ohne Beweis als „fair gehandelt“ oder „nachhaltig“ auszuzeichnen (ohne Siegel oder Zertifikate)

Der letzte Punkt muss allerdings auch unter dem Aspekt betrachtet werden, dass einige Unternehmen sogar so weit gehen und gefälschte Auszeichnungen verwenden, um die Produkte nachhaltig zu vermarkten. Als Verbraucher ist es wirklich schwierig, Greenwashing-Kampagnen zu erkennen, weshalb Sie bei der Auswahl umweltfreundlicher Kaffeeprodukte auf transparente und präzise Aussagen sowie relevante Informationen achten sollten.

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