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Samstag, 31. März 2018
Kaffeegenuss künftig nur noch mit Beipackzettel?

Kaffeegenuss künftig nur noch mit Beipackzettel?
Warnung vor Acrylamid im gerösteten Bohnenkaffee

Nach einem jüngst erfolgten Richterspruch in Kalifornien/USA sollen die dort ansässigen Kaffeeketten wie Starbucks, Mc Cafe & Co. ihre Kunden zukünftig über die Krebsgefahr beim Kaffeekonsum warnen. Grund dafür ist die mögliche Gefahr, dass der beim Kaffeerösten entstehende Stoff Acrylamid zu Krebs führen könnte. Abschließend bewiesen ist diese Befürchtung nicht, jedoch führt die Weltkrebsforschungsagentur IARC Acrylamid in der Kategorie 2A: „wahrscheinlich krebserregend beim Menschen“. Wobei die gleiche Agentur das Gesamtprodukt Kaffee in Kategorie 3 eingruppiert und damit als unbedenklich und dort eher mit positiven Aspekten in Verbindung gebracht wird, wenn es um das Minimieren von anderen Erkrankungen geht.

Je weniger Acrylamid, desto besser

Grundsätzlich sollte man immer versuchen, so wenig wie möglich Acrylamid zu sich zu nehmen. Wie schwer das ist, zeigt unser Alltag und unsere Essgewohnheiten. Denn bei allen stärkehaltigen Lebensmitteln, die wir frittieren, braten, grillen oder rösten entsteht mehr oder weniger Acrylamid. Dies umfasst neben Pommes frites auch Brot. Daher steht neben Kaffee sicher eine lange Liste zur Debatte, wenn es um den Stoff Acrylamid geht. Empfehlenswert ist meist eine Temperatur bei der Zubereitung zu verwenden, die unterhalb von 180°C bleibt, da dann viel weniger von dieser Substanz entsteht.

Freilich hat die EU und andere Staaten bereits Grenzwerte festgelegt, die meist nicht überschritten werden, jedoch wurde jüngst über neue und vor allem niedrigere Grenzwerte diskutiert, die in Kürze eingeführt werden könnten. Denn als im Jahr 2010 einige Kaffees die Grenzwerte überschritten hat man damals in einer überarbeiteten Vorlage die Grenzwerte einfach nach oben hin verschoben und 2011 in Kraft gesetzt. Hier ist die Lebensmittel-Lobby und die Großkonzerne sehr erfolgreich gewesen um sich das Geschäft mit dem billigen Kaffee durch strengere Richtwerten nicht kaputt machen zu lassen.

Slow Roast ist der beste Acrylamid-Verhinderer

ln der heutigen industriellen Herstellung von Lebensmitteln kommt es auf Effizienz und Wirtschaftlichkeit an. Daher ist es nicht verwunderlich, wenn Maschinenbauer und Lebensmittelkonzerne daran herumtüfteln Lebensmittel noch schneller und noch günstiger herzustellen. Dies führt insbesondere bei Kaffee zu einem Industrieröstverfahren, das in zwei Minuten und bei 500°C die grünen Kaffeebohnen „scharf anröstet“. Anders kann man es nicht ausdrücken, denn die Bohnen werden dabei meist nur von außen braun bzw. verkohlt mit viel Acrylamidanteil und bleiben innen teilweise noch grün. Das Gegenteil ist die traditionelle Langzeitröstmethode, bei der die Kaffeebohnen behutsam bei 150-220°C in 12-20 Minuten schonend geröstet werden. Hier entsteht in der Slow-Roast-Methode ein viel besserer und gesünderer Kaffee, dessen Acrylamidwert weit unter dem früheren Grenzwert von 2010 liegt. Das Mehr an Zeit bei der Röstung kostet natürlich auch mehr, dies sollte einem die eigene Gesundheit jedoch wert sein.

Kaffee hat mehr Positives zu bieten als Acrylamid

In Schlagzeilen wird oft nur eine Substanz aus dem Kaffee herausgegriffen und das ganze Produkt Kaffee an diesem bewertet und als schlecht oder gut bezeichnet. Gerade Kaffee hat so viele Aromen, stimulierende Substanzen wie Koffein und Eigenschaften, die uns Gut tun. Daher sollte man auch beim Thema Acrylamid die Gesamtbetrachtung nicht vergessen – und die ist sicherlich positiv. Denn mittlerweile ist Kaffee die wichtigste Antioxidantienquellen in den Industrienationen. Dies ist sicherlich auch ein Zeichen und Beleg für die unausgewogene Ernährung in diesen Staaten, da ja auch Gemüse, Früchte, Salate und Nüsse sehr gute Antioxidantienquellen wären, aber eben kaum konsumiert werden. So senkt Kaffee das Risiko an Schlaganfällen, Depressionen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Alzheimer und Leber- als auch Gebährmutterkrebs zu erkranken nachweislich.

5 Tipps für gesünderen Kaffeegenuss

  • Kalt gebrühter Kaffee ist gesünder: bei kaltem Wasser lösen sich viele Substanzen aus dem Kaffee langsamer und schonender heraus.
  • Biokaffee kaufen: Neben Acrylamid kann ein Kaffee aus konventionellem Anbau auch viele Pflanzenschutzgifte enthalten. Diese erspart man sich beim Biokaffee.
  • Auf die Mischung beim Kaffee achten: Mehr Arabica-Anteil = weniger Acrylamid
  • Langzeitröstungen bevorzugen: Kaffee aus Italien und kleinen Röstereien sind meist behutsam im Trommelröster zwischen 15-20 Minuten geröstet und damit viel verträglicher.
  • Kaffee schwarz trinken: sparen Sie sich Zucker und Milch, das macht den Kaffee gesünder, da ohne die Milch die Antioxidantienquellen Kaffee auch wirksam bleibt.

Last updated 3 mins ago

Tägliches Update · 03.12.2017

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