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Donnerstag, 21. Dezember 2017

Kann man Kaffee sinnvoll testen?
Stiftung Warentest hat es versucht!

Kaffee ist bekanntlich das Lieblingsgetränkt der Deutschen. Dabei ist der gute alte Filterkaffee immer noch der Marktführer, wenn auch mit abnehmender Beliebtheit. Viele Marken kämpfen dabei um die Gunst der Kunden, dabei übertreffen sie sich mit wohlklingenden Produktnamen und Qualitätsversprechungen als auch mit Niedrigstpreisen. Stiftung Warentest hat die beliebtesten Filterkaffees getestet. Wir haben den Test für Sie einmal kritisch hinterfragt. Wir beziehen uns dabei auf einen Test aus dem Jahr 2009 [https://www.test.de/Kaffee-31-Marken-im-Test-1772611-1772676/].

Die beliebtesten Kaffees Deutschlands

Zuerst muss man bei einem Kaffeevergleichstest natürlich die Auswahl an Kandidaten treffen. Hier hat es sich Stiftung Warentest einfach gemacht und sowohl in deutschen Einzelhandelsgeschäften als auch in den Discountern die bekannten 500g Kaffeepackungen ausgewählt, die teils als Kaffeemarke zu erkennen sind, zum großen Teil jedoch als Eigenmarken der Lebensmittelgeschäfte angeboten werden. Daher verwundert die Aussage von Stiftung Warentest nicht, dass man sich bei der Auswahl an „Einheitskaffees“ und am „populären Geschmack“ orientiert hat. Am Ende standen 31 Kaffees fest, die von sieben, auf Kaffee geschulten, Prüfern hinsichtlich Geschmack, Geruch, Aussehen, Mundgefühl und Sensorik bewertet wurden. 20 Kaffees schnitten mit der Note „gut“ ab. Faszinierend war am Ergebnis, dass zwei Drittel der Kaffees quasi identisch schmeckten und sich somit kaum unterscheiden.

Die beliebtesten Kaffees sind offensichtlich auch die billigsten

Bei dem hohen Kaffeekonsum pro Kopf macht sich der Einkaufspreis schnell im Monatsbudget einer Familie bemerkbar. Daher ist es nicht verwunderlich, dass in Deutschland Kaffees so billig ist wie nirgend wo sonst auf der Welt. Etwa 20% der Testkaffees waren darüber hinaus Bio- und/oder Fairtrade zertifiziert. Die Preise der einzelnen getesteten Kaffeesorten schwanken zwischen sagenhaften 2,49 € und 5,70 €. Nachdem festgestellt wurde, dass fast alle Kaffees gleich schmecken und die meisten auch noch mit „gut“ abgeschnitten haben kann man eigentlich auch gleich nach dem Preis gehen und den Lidl Bellaroma Gold kaufen, der das Testurteil „rundum gut und preisgünstig“ erhalten hat.

Spezialitätenkaffees sind leider nicht im Kaffeetest

Die neuen Brühtrends beim Filterkaffee werden als Third Wave bezeichnet. Die bekanntesten neuen Zubereitungsarten sind Coldbrew, French-Press und Chemex-Kanne. Dabei kommt es neben dem Zelebrieren des Kaffeebrühens vor allem auch auf die verwendeten Kaffees an. Über letztere will man dabei möglichst viel erfahren und legt auch ethische Ansprüche an den Anbau, die Verarbeitung, den Handel und die Röstung bis hin zum Vertrieb. Kleine feine Single Origins und Mikroröstereien verdanken diesem Trend ihre Existenz. Natürlich ist dies nichts für den einheitlichen Massengeschmack - aber eben Highend Kaffeegenuß, der eben nicht alltäglich sein sollte. Diese Röstungen kosten schnell mal 30 € je Kilogramm und sind es auch wert. Denn in der Kaffeeherstellung steckt sehr viel Handarbeit, die mit 2,49 € je 500g nicht gewürdigt werden können. Wer einmal eine echte Langzeitröstung aus hochwertigen Rohkaffees versuchen möchte kann bei Pellini Filterkaffee und Mrs. Rose fündig werden.

Das Ergebnis von Stiftung Warentest kritisch hinterfragt

Da der Test bereits im Jahr 2009 stattfand haben sich natürlich schon etliche Fachleute der Kaffeebranche in der Zwischenzeit zu Wort gemeldet und haben die Ergebnisse kritisch hinterfragt und kommentiert. Ein besonders langer und kritischer Beitrag findet sich bei Arne Preuß - in seinem Blogbeitrag 'Stiftung Warentest testet Kaffee und Kaffeevollautomaten – Fail?!' unter coffeeness.de.

Dort wird insbesondere angemerkt, dass sich die Stiftung Warentest als sonst sehr professioneller Tester, etwas mehr fachliche Unterstützung und Knowhow bei der Testumgebung und Methodik besorgen hätte sollen. Die Ergebnisse seien daher nicht repräsentativ und klammern weite Teile des Kaffeemarktes aus. Als besonders verletzend für die hochwertige Kaffeeszene wurden von Coffeeeness.de unter anderem folgende Aussagen der Tester empfunden: „das ein fair gehandelter Biokaffee, der 10,60 EUR pro Kilo kostet „teuer“ sei“! Vor dem Hintergrund, dass in einem Kilogramm Röstkaffee neben sehr viel Handarbeit auch 2,19 € Kaffeesteuer und 7% Mehrwertsteuer stecken ist der Preis sicher alles andere als teuer. Hier müssen wir den Kritikern Recht geben. Hochwertige Kaffees fangen bei mindestens 15 € je Kilogramm. Ab dieser Preismarke kann man in der ganzen Prozesskette ein faires Miteinander erwarten – vom Kaffeebauern bis zum Endverbraucher.

Last updated 3 mins ago

Tägliches Update · 03.12.2017

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