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Freitag, 3. November 2017
Luxuskaffee aus aller Welt

Luxuskaffee aus aller Welt
Alles über die Sorten, Anbaugebiete und Hintergründe

Per Definition ist Luxus etwas, was sich von einer gesellschaftlichen Norm absetzt. Häufig ist dies damit verbunden, dass dieser Gegenstand oder diese Dienstleistung teurer ist als branchenüblich. Häufig kann man zwischen Luxus und gewöhnlichem, alltäglichen Standard recht leicht unterscheiden. Beispielsweise sind sich wohl die Meisten einig, dass ein Whirlpool im Garten ein Luxusgut ist.

Bei dem Thema Kaffee sind diese Grenzen schwerer zu ziehen. „Kann man diese Sorte im Supermarkt kaufen, muss man sich an einen spezialisierten Onlineshop oder Feinkostladen wenden?“ bzw. „Kostet der Kaffee mehr als x-Euro pro Kilogramm?“ sind Fragen, die man sich stellen könnte, um eine Antwort zu finden.

Da wohl jeder den Grenzbereich anders zieht, konzentrieren wir uns darauf, Ihnen die Kaffeesorten vorzustellen, die die außergewöhnlichsten Herstellverfahren hinter sich haben oder die auf sonstige Art und Weise speziell sind. Dadurch gelangt man zwangsläufig zu den Sorten, die sie nicht an jeder Straßenecke kaufen können, und diese Exklusivität hat dann natürlich auch meistens seinen Preis.

Jamaica Blue Mountain (JBM)

Die Bohnen aus den Blue Mountains zählen ohne Zweifel zu eine der exklusivsten Kaffeesorten weltweit. Gouverneur Nicholas Lawes brachte im Jahr 1728 den ersten Setzling nach Jamaika. Die Ära der „Blue Mountain“ begann allerdings erst im Jahr 1838, als ehemalige Sklaven begannen, die Bohne anzubauen. Schnell wurde klar, dass sich das Klima in Jamaica optimal zum Kaffeeanbau eignet. Zwar findet der Anbau durch häufigen Nebel unter erschwerten Bedingungen statt, das Resultat kann sich jedoch sehen lassen.

Der Kaffee schmeckt je nach Röstung voll und nussig, kann aber auch Tabaknoten und zarte Säuren enthalten. Da das Anbaugebiet in den Blue Mountains sehr klein ist, hat der Kaffee natürlich auch seinen Preis. Je nach Qualität kommen sie meistens mit 100 Euro pro Kilogramm nicht aus.

  • Kaffeesorte: Arabica

  • Geschmack: voll, nussig, zarte Säuren

  • Anbaugebiet: Blue Mountains, Jamaica

  • Preis: ca. 100 Euro pro Kilogramm

Indian Monsooned Malabar

Die Besonderheit dieser Sorte liegt bereits im Namen. Der „Indian Monsooned Malabar“ verdankt seinen einzigartigen Geschmack dem Monsun, dem die Bohne 10 Wochen ausgesetzt ist. Während dieser Zeit, müssen die Bohnen regelmäßig umgeschichtet werden, damit ein gleichmäßiges Resultat entsteht. Ergebnis ist ein Espresso mit erdig, schokoladigem Geschmack. Ein Kilo des Luxuskaffes kostet je nach Qualität rund 25 Euro pro Kilogramm.

  • Kaffeesorte: Arabica und Robusta

  • Geschmack: erdig, schokoladig

  • Anbaugebiet: Malabar-Küste, Indien

  • Preis: ca. 25 Euro pro Kilogramm

Kopi Tongkonan

Der „Kopi Tongkonan“ gedeiht auf der indonesischen Insel Sulawesi. Um den Anbau kümmern sich zehn Familien die der Volksgruppe der Toraja angehören. Bis zur Ernte steht der Sorte ein sehr aufwändiger, langer Prozess, indem nur die allerfeinsten Kirschen verwendet werden bevor. Aufgrund der kleinen Anbaufläche können im Jahr nur rund 1,5 Tonnen angebaut werden. Geschmacklich zeichnet sich der Kaffee durch seine nussige Note aus, der im Abgang kräftiger wird. Preislich schlägt er mit stolzen 300 Euro pro Kilogramm zu Buche.

  • Kaffeesorte: Arabica

  • Geschmack: nussig, kräftiger Abgang

  • Anbaugebiet: Sulawesi, Indonesien

  • Preis: ca. 300 Euro pro Kilogramm

La Esmeralda Special

Diese spezielle Sorte der „Geisha“ gehört zu den besten der besten in der Luxusklasse des Kaffees. Dies zeigt sich bereits an den zahlreichen Auszeichnungen, die dieser Kaffee bekommen hat. So gewann er die „Specialty Coffee Association of America Roaster’s Choice Competition” im Jahr 2007. Den Zweiten Platz erreichte er im Wettbewerb um den Kaffee des Jahres 2008 und 2009.

Darüber hinaus entstammt er einer interessanten Geschichte: Die Sorte „Geisha“, benannt nach der äthiopischen Stadt Gesha, hatte einen langen Weg vor sich, bevor sie weitläufig als Spitzenprodukt anerkannt wurde. Nachdem sie über Costa Rica schließlich nach Panama gelangte, schenkten ihr viele keine besondere Beachtung, da ihr nur eine kleine Anbaufläche zuteil war. Das Potenzial das in ihr steckte, erkannte erst Price Peterson im Jahre 1996, als er die Farm in Boquete erwarb. „La Esmeralda Special“ verdanken wir der genialen Idee seines Sohnes, Proben von verschiedenen Teilen der Farm zu nehmen, um Qualitätsunterschiede festzustellen. Und tatsächlich fand er im Jahr 2002 heraus, dass es am hohen Ende der Farm Kaffeepflanzen gab, die einen besonderen Kaffee hervorbrachten. Die „Fazienda Esmeralda“, Eigentümer der Farm, gab dem Kaffee aus dieser Region daraufhin seinen berühmten Namen.

Als der Kaffee zum ersten Mal an den Markt gelang, waren alle Kritiker sich einig. „La Esmeralda Special“ ist ein König von Kaffee. Besonders bekannt ist auch der Kommentar eines Kritikers, der sagte: „ Als ich diesen Kaffee kostete, sah ich das Gesicht Gottes in der Tasse“. Einen Rekord brach er auch im Jahr 2013: Er wurde auf einer Auktion für 350,25 Dollar pro Pfund versteigert. Einen Erfolg, dem der Kaffee seinen besonderen Geschmack verdankt, der von zimtig, fruchtig bis hin zu Zitrus-Aromen reicht.

  • Kaffeesorte: Arabica

  • Geschmack: Zimtig, fruchtig, mit leichten Zitrus-Aromen

  • Anbaugebiet: Panama

  • Preis: ca. 700 Dollar pro Kilogramm

Kopi Luwak

Bei dem Begriff „Kopi Luwak“ schlagen die Herzen von Kaffeeliebhabern höher. Den leicht holzigen, zartbitterähnlichen, aber dennoch milden Geschmack verdankt der Kaffee einem sehr außergewöhnlichen Produktionsschritt:

Der „Kopi Luwak“ kommt aus Indonesien und ist benannt nach Luwak, dem indonesischen Wort für Fleckenmusang. Diese Ehre wird dem Tier mehr als gerecht zu Teil, da es verantwortlich für das Aroma des Kaffees ist. Fleckenmusangs essen gerne die besonders reifen Kirschen einer Kaffeepflanze, später können sie allerdings nur das Fruchtfleisch verdauen, die Bohnen werden unverdaut ausgeschieden. Durch diesen natürlichen Prozess bekommen die Bohnen ihr natürliches Aroma. Früher wurden die Exkremente freilaufender Fleckenmusangs von Hand aufgesammelt, heutzutage reicht diese unproduktive Beschaffungsweise leider nicht mehr aus, um die Nachfrage zu decken. Einige Züchter fangen die Tiere deshalb ein und sperren sie anschließend in kleine Käfige und füttern sie mit den Kaffeebeeren. Wegen dieser Tierquälerei ist der „Kopi Luwak“ einer der umstrittensten Kaffeesorten.

Trotz aller „Bemühungen“ gelangen jährlich nur circa 500 kg des Kaffees auf den Markt. Die Seltenheit fordert seinen Tribut durch seinen hohen Preis, ausgewählte Kaffeehäuser verkaufen eine Tasse für 50 Euro. Auch wenn der Kaffee teilweise einen traurigen Ursprung hat, ist er dennoch einer der exklusivsten Kaffees der Welt, und wer die Chance hat ihn zu probieren, sollte dies auch tun.

Achtung: Aufgrund der hohen Nachfrage gibt es auch viele Nachahmungen. Seien Sie deshalb misstrauisch bei angeblichen Schnäppchen, und kaufen sie nur von Händlern, denen sie vertrauen.

  • Kaffeesorte: Arabica und Robusta

  • Geschmack: Mild, holzig und schokoladig

  • Anbaugebiet: Indonesien

  • Preis: ca. 50 Euro pro Tasse

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