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Mittwoch, 21. Februar 2018
Nachhaltiger Kaffeehandel wird immer wichtiger

Nachhaltiger Kaffeehandel wird immer wichtiger
Die derzeitige Situation auf dem Kaffeemarkt

Der Handel mit Kaffee ist eines der bedeutendsten Geschäfte auf dem Weltmarkt. Hinter Rohöl steht Kaffee auf Platz zwei der Handelsprodukte. Im Jahr werden weltweit etwa 133 Millionen Sack Rohkaffee je 60 Kilogramm gehandelt. Obwohl 90 Prozent der Kaffeeproduktion in Entwicklungsländern wie Brasilien, Mexiko, Indonesien und Vietnam stattfindet, wird der meiste Kaffee in den Industrieländern konsumiert. Der Einkauf des Rohkaffees erfolgt durch multinationale Handelsbetriebe und Röstereien außerhalb der Anbauländer. Europa ist dabei der größte Abnehmer von Rohkaffee. Die Situation der Bauern in den Anbauländern ist jedoch kritisch, denn sie verdienen nur einen Bruchteil vom finalen Verkaufspreis. Beim Erwerb einer Kaffeepackung in den Niederlanden, erhält ein Kaffeebauer lediglich 10 Cent vom Verkaufspreis und beim Kauf eines Cappuccinos in Großbritannien, nur 7 Cent. Durch die ständig schwankenden Kaffeepreise, können die Bauern ihre Produktion schlechter planen und sich kaum mit der Preiskontrolle beschäftigen. Die Bauern leben zunehmend an der Armutsgrenze, obwohl die Kaffeepreise in Europa weiter ansteigen. Die Kaffeproduktion gehört zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen in den entsprechenden Entwicklungsländern. Ziel aller sollte es sein, den Bauern zu helfen und für gerechte Arbeitsbedingungen zu sorgen.

Welche Maßnahmen wurden bereits durchgeführt?

Die Situation der Kaffeebauern führte 1962 zu einem Kaffeeabkommen, dem International Coffee Agreement, um eine drohende Kaffeekrise zu verhindern und ein Überangebot an Kaffee zu vermeiden. Dieses Abkommen wurde von 44 Exportländern und 18 Importländern unterzeichnet. Sie einigten sich auf Mindestpreise und Exportquoten. Nach kurzer Erholungsphase wurde das Abkommen jedoch aufgelöst, da Anbauländer wie Vietnam hinzukamen und dadurch das Kaffeeangebot erhöht wurde. Das Abkommen wurde zwar 1994 erneuert aber ohne die Regulierung der Kaffeepreise. 2001 kam es schließlich zur Kaffeekrise und die Situation der Bauern verschlimmerte sich. Die Situation stabilisierte sich wieder und im Jahre 2007 wurde ein neues Kaffeeabkommen unterzeichnet, welches die Kaffeewirtschaft stärken und eine nachhaltige Entwicklung fördern soll. Durch die zusätzliche Einführung verschiedener Gütesiegel wie Fair Trade und dem UTZ-Zertifikat, konnte den Bauern bereits ein Stück weit geholfen werden.

Wie könnte eine langfristige Lösung aussehen?

Ein neuer Ansatz stellt die Wertschöpfungskette des Kaffees in den Vordergrund. Durch eine aktive Einbindung der Bauern in die verschiedenen Wertschöpfungsstufen, könnte eine langfristige Lösung des Problems herbeigeführt werden. Allerdings müsste ihnen dafür, der Zugang zu technischem Wissen, Infrastruktur sowie Kapital ermöglicht werden. Das dürfte den internationalen Händlern und Röstereien allerdings nicht gefallen, da sie dadurch finanzielle Einbußen erleiden könnten. Der erste Schritt in diese Richtung wurde durch das Unternehmen Algrano im Jahr 2013 gesetzt, welches eine Online-Plattform für Kaffeeproduzenten und -abnehmer entwickelte. Die Plattform soll für Transparenz auf beiden Seiten sorgen. Die Einkäufer erfahren mehr über die Produktion des Rohkaffees und können die Qualität sichern und die Bauern erhalten einen Einblick in die Weiterverarbeitung des Rohkaffees und der erzielten Preise auf dem Markt. Darüber hinaus gibt es auch Unternehmen wie Tchibo, die sich für eine 100% nachhaltige Geschäftstätigkeit entschieden haben und die Bauern entlang der Wertschöpfungskette mit anderen Akteuren zusammenbringen sowie für Bildungsmaßnahmen sorgen. Somit könnte es in der Zukunft durchaus dazu kommen, dass Teile der Wertschöpfungskette in die Entwicklungsländer verlagert werden und den Kaffehandel dadurch revolutionieren.

Last updated 3 mins ago

Tägliches Update · 03.12.2017

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